BMW setzt Figure 03 in Halle 52 des Werks Spartanburg ein. Der Roboter holt unsortierte Teile aus Anlieferbehältern und legt sie in Sequenzierwagen. Das ist ein anderer Job als 2025. Damals lud Figure 02 Blechteile in Schweißvorrichtungen. Nach Angaben von Figure trug das Gerät über 30.000 BMW X3 mit. Jetzt geht es um Just-in-Sequence-Logistik, nicht um den Takt in der Karosserie.
Was der Roboter konkret tut
Die Teile kommen unsortiert an. Figure 03 greift sie, ordnet sie, stellt den Wagen bereit. BMW-Produktionslogistiker Ulrich Wieland nennt Spartanburg den Ort, an dem Humanoide bei BMW in den Alltag gekommen sind. Die Steuerung übernimmt Helix 02, Figures Vision-Language-Action-Modell. Figure zeigt dabei auch Ganzkörperarbeit: greifen, treten, einen schweren Wagen ziehen.
Neu am 03 gegenüber dem 02, laut Figure-Chef Brett Adcock: weichere Außenhülle, kabelloses Laden, Sprachfunktion, Hände mit Tastsensoren und Handflächenkameras. Figure spricht von 9 Prozent weniger Masse als beim 02.
Warum Spartanburg der Maßstab ist
Der 02-Pilot lief elf Monate im Body Shop. Der 03-Einsatz steht in einer anderen Halle, an einem anderen Prozess. Das ist der eigentliche Sprung: nicht ein neues Video, sondern ein zweiter Job im selben Werk. Sequenzieren ist in der Autoindustrie alltäglich. Es ist genau die Sorte Arbeit, die Humanoide zuerst glaubwürdig übernehmen können. Nicht Endmontage im Sekundentakt.
BMW koppelt das an die iFACTORY in Halle 52, wo X3-Varianten und später der elektrische iX5 gebaut werden. Parallel testet BMW in Leipzig weitere Anwendungen. Das ändert nichts am Kern: Ein belegter Logistikjob in Spartanburg wiegt mehr als zehn Ankündigungen.